Kanada

Nachdem wir ja schon kurz nach unserer Ankunft in Montreal feststellen mussten, dass es mit unseren Fremdsprachen Kenntnisse doch nicht so richtig klappt, mussten wir uns nach mehreren Tagen täglichem EXPO 67 Besuchen entscheiden was wir weiter unternehmen wollten. In Quebec wird ja eigentlich Französisch gesprochen aber leider hatte das mit unseren Sprachkenntnissen nicht die geringste Ähnlichkeit.

Da ich ja eine entfernte Tante in Toronto hatten, war das schnell entschieden, wir fahren erst mal dahin. Ein Ticket für den Weiterflug war schnell besorgt und die Reise konnte weitergehen. In Toronto wurden wir vom Sohn meiner Tante abgeholt. Für grosse Ankunftszehnen war allerdings keine Zeit. Es wurde uns ein Bier in die Hand gedrückt, eine Sitzgelegenheit zugewiesen und so erlebten wir die erste "Hockeynight in Canada".
Wir konnten bei meiner Tante wohnen, ihr Kellergeschoss war ausgebaut und da hatten wir ein Zimmer.



Nun hiess es aber erst einmal einen Job finden, also täglich die Zeitungen studieren.

Da wir ein Empfehlungs-Schreiben von NCR in der Schweiz wurden wir aber erst einmal da vorstellig.

Mit dem Empfehlungsschreiben in der Hand hatten wir einen Termin beim damaligen Direktor ein Schweizer und Studienkollege des Vaters meines Freundes. Er empfing uns auch sehr freundlich, lud uns zum Essen ein aber Job hatte er keinen für uns, die lieben Englisch-Kenntnisse waren eben auch nicht ausreichend. Er versprach uns aber einen JOB, sobald wir uns besser mit den Kunden verständigen könnten. (Als wir dann 6 oder 7 Monate später antrabten war er in Pension gegangen und man sagte uns sie hätten die letzten 6 Monate nur einen Gärtner eingestellt). 


Aber ich will nicht vorgreifen. Wir machten uns also weiter auf Jobsuche. Wir wurden auch bald fündig, eine Firma die Gyros (Kreiselkompasse) für die Amerikanische Rüstung herstellte suchte Europäsche Fachkräfte. Wir stellten uns da vor, sie zeigten uns auch die Elektro-Labors und Testräume alles sehr schön und wir konnten am folgenden Montag anfangen. Als wir da nach fast 2 Stunden Fahrzeit mit dem Bus, der U-Bahn und noch 2 mal Umsteigen auf andere Busse ankamen waren wir dann doch überrascht als wir den neuen Arbeitsplatz zugewiesen kamen. Mein Kumpel an einer Revolver-Drehbank, ich an einer programmierbaren-Fräsmaschine. Als wir protestierten antwortete der deutsche Betriebsleiter er kenne unsere Ausbildungs-Methoden in der Schweiz ganz genau und daher könne er uns sehr gut an diesen Maschinen einsetzen, für die Test-Labors hätten sie genügend andere Leute. Also so sah das aus, 3.5 Stunden Fahrzeit jeden Tag hin und zurück und dann so ein “Traumjob”. Alles reklamieren half nichts, wir mussten erst mal da durch. Als wir uns an die Arbeit machten gab’s sehr schnell Knatsch mit den kanadischen Arbeits-Kollegen, da die uns sehr genau beobachteten. Die stellten fest, dass wir mit unseren verbesserten Methoden schnell viel mehr Teile herstellten als sie war die Freundschaft dahin. Da wir sogar Drohungen erhielten, gab’s nur eine Lösung, eine Stunde arbeiten, 30 Minuten Pause (Krimi lesen auf der Toilette) ect.. nur damit der Frieden im Haus blieb. In der Zwischenzeit haben wir von Deutschen erfahren, dass es eine Möglichkeit für “Newcanadiens” wie wir ja hiessen gebe, von der wir sicher profitieren könnten. Diese Möglichkeit hiess ganz einfach zur Schule gehen auf Staatskosten. 


Wir meldeten uns beim Adult-Education-Center und bekamen bald Bescheid, wir sollten die Tagesschule besuchen, 5 Tage Woche 9 - 5 bei regelmässigem Schulbesuch gab es $ 35.00 die Woche. Da wir ja bei meiner Tante recht günstig wohnen konnten, war das OK. Als wir unseren Superjob kündigten sagte uns der Betriebsleiter, dass wir wohl verrückt seien, kein vernünftiger Mensch würde seine Job auf den Winter hin kündigen, da es doch sonst schon viele Arbeitslose gebe. Wir sagten auch nicht, dass wir zur Schule gingen. Am letzten Tag nahm er mich Beiseite und sagten mir “und jetzt zeigst Du mir wie Du die Maschine eingerichtet hast, dass Du solche Stückzahlen machen konntest obwohl Du doch den halben Tag auf dem Klo verbracht hast. “ Ich habe dann nur geantwortet er hätte wohl besser selber mal an den Maschinen stehen sollen, da er sich ja so gut auskenne über die Schweizer Ausbildungs-Methoden. Obwohl er recht verärgert war über diese Antwort, meinte er ich könne ja wiederkommen wenn ich sonst nichts finde. 


So gingen wir also immer brav zur Schule für die nächsten 6 Monate. 

An den Wochenenden zog es uns aber immer wieder in die Ferne, so besuchten wir unter anderem die Niagara Fälle, Chicago, New York, Detroit usw.











Wir hatten ein sehr gutes Verhältnis mit unseren "Counseloren" waren wir doch schon mal mit ihnen beim Skifahren oder bei Ausflügen in der Umgebung von Toronto. Sie rieten uns zu immer neuen Kursen, damit wir weiter zur Schule gehen konnten. Doch als wir dann bei Kursen zum Maschinenschreiben und Stenografie ankamen mussten wir doch etwas unternehmen. Es war in der Zwischenzeit Frühling geworden und wir brauchten eine Veränderung und da es wie gesagt keine Möglichkeit gab bei NCR unterzukommen hiess es wieder Zeitungsinserate studieren. So wurden wir auch schnell fündig, im Norden von Manitoba suchten sie Leute für die Instrumentierung in einer Nickelmine. Das war genau das richtige um unsere Abenteuerlust zu stillen. 

Schon sassen wir im Zug, es ging den grossen Seen entlang nach Westen bis Winnipeg. Hier mussten wir umsteigen, jetzt ging es in Richtung Norden auf der Linie bis Chuchill an der Hudson Bay. Doch soweit mussten wir nicht fahren, in Eisenbahn Knotenpunkt von The Pas war erst mal Schluss. Der Ort gibt zwar nicht viel her, trotzdem erinnert eine Gedenktafel an den Besuch der Queen. Für uns hiess es erst einmal sich auf dem Rekrutierungsbüro der Mine anmelden. Mit allerhand Papierkram

Leben in Kanada

 Auswandern nach Kanada, Flug Zürich - Montreal





Nach der Rekrutenschule zog es mich schnell in die Ferne, ein Imigrationsvisum für Kanada war recht schnell erledigt und so sass ich bald zusammen mit einem Kollegen aus der selben Lehrklasse im Flugzeug nach Montreal Quebec. 


Da wir beide ja Schul-Französisch und Englisch hatten sollte das kein Problem sein, dachten wir wenigstens. In Quebec wird ja eigentlich Französisch gesprochen aber leider hatte das mit unseren Sprachkenntnissen nicht die geringste Ähnlichkeit. Also gab es eigentlich nur einen Ausweg, weiter nach Toronto/Ontario, wo ja bekanntlich Englisch gesprochen wird. Da wir ein Empfehlungs-Schreiben von NCR in der Schweiz und ich noch eine entfernte Tante in Toronto hatte war das sowieso die Lösung. Mit dem Empfehlungsschreiben in der Hand gingen wir bei NCR vorbei, der damalige Direktor ein Schweizer und Studienkollege des Vaters meines Freundes empfing uns auch sehr freundlich, lud uns zum Essen ein aber Job hatte er keinen für uns, die lieben Englisch-Kenntnisse waren eben auch nicht ausreichend. Er versprach uns aber einen JOB, sobald wir uns besser mit den Kunden verständigen könnten. (Als wir dann 6 oder 7 Monate später antrabten war er in Pension gegangen und man sagte uns sie hätten die letzten 6 Monate nur einen Gärtner eingestellt). 


Aber ich will nicht vorgreifen. Wir machten uns also auf Jobsuche. Wir wurden auch bald fündig, eine Firma die Gyros (Kreiselkompasse) für die Amerikanische Rüstung herstellte suchte Europäsche Fachkräfte. Wir stellten uns da vor, sie zeigten uns auch die Elektro-Labors und Testräume alles sehr schön und wir konnten am folgenden Montag anfangen. Als wir da nach fast 2 Stunden Fahrzeit mit dem Bus, der U-Bahn und noch 2 mal Umsteigen auf andere Busse ankamen waren wir dann doch überrascht als wir den neuen Arbeitsplatz zugewiesen kamen. Mein Kumpel an einer Revolver-Drehbank, ich an einer programmierbaren-Fräsmaschine. Als wir protestierten antwortete der deutsche Betriebsleiter er kenne unsere Ausbildungs-Methoden in der Schweiz ganz genau und daher könne er uns sehr gut an diesen Maschinen einsetzen, für die Test-Labors hätten sie genügend andere Leute. Also so sah das aus, 3.5 Stunden Fahrzeit jeden Tag hin und zurück und dann so ein “Traumjob”. Alles reklamieren half nichts, wir mussten erst mal da durch. Als wir uns an die Arbeit machten gab’s sehr schnell Knatsch mit den kanadischen Arbeits-Kollegen, da die uns sehr genau beobachteten. Die stellten fest, dass wir mit unseren verbesserten Methoden schnell viel mehr Teile herstellten als sie war die Freundschaft dahin. Da wir sogar Drohungen erhielten, gab’s nur eine Lösung, eine Stunde arbeiten, 30 Minuten Pause (Krimi lesen auf der Toilette) ect.. nur damit der Frieden im Haus blieb. In der Zwischenzeit haben wir von Deutschen erfahren, dass es eine Möglichkeit für “Newcanadiens” wie wir ja hiessen gebe, von der wir sicher profitieren könnten. Diese Möglichkeit hiess ganz einfach zur Schule gehen auf Staatskosten. 




Wir meldeten uns beim Adult-Education-Center und bekamen bald Bescheid, wir sollten die Tagesschule besuchen, 5 Tage Woche 9 - 5 bei regelmässigem Schulbesuch gab es $ 35.00 die Woche. Da wir ja bei meiner Tante recht günstig wohnen konnten, war das OK. Als wir unseren Superjob kündigten sagte uns der Betriebsleiter, dass wir wohl verrückt seien, kein vernünftiger Mensch würde seine Job auf den Winter hin kündigen, da es doch sonst schon viele Arbeitslose gebe. Wir sagten auch nicht, dass wir zur Schule gingen. Am letzten Tag nahm er mich Beiseite und sagten mir “und jetzt zeigst Du mir wie Du die Maschine eingerichtet hast, dass Du solche Stückzahlen machen konntest obwohl Du doch den halben Tag auf dem Klo verbracht hast. “ Ich habe dann nur geantwortet er hätte wohl besser selber mal an den Maschinen stehen sollen, da er sich ja so gut auskenne über die Schweizer Ausbildungs-Methoden. Obwohl er recht verärgert war über diese Antwort, meinte er ich könne ja wiederkommen wenn ich sonst nichts finde.

Drang und Wanderjahre

 

Jugendzeit

Aufgewachsen bin ich am Zürichsee, geboren wurde ich in Wädenswil/ZH. Meine Elter zogen dann aber bald nach Jona/Rapperswil/SG wo ich meine ganze Kind- und Jugendzeit verbrachte. Ich bin also ein richtiger Seebueb.



Meine Schulzeit habe ich in Rapperswil erlebt, da zu der Zeit die Schulen noch nach Konfession getrennt war und Jona nur eine kath. Schule besass. 




Primarschule Hanfländer in Rapperswil.



Sekundarschule Burgerau Rapperswil

Nach der Lehre bei Trüeb-Täuber in Hombrechtikon/ZH und in Zürich kam dann erst mal der Militärdienst, den ich eigentlich eher als Zeitverschwendung ansah, ich hatte ja andere Pläne. 



Nach der RS zog es mich schnell in die Ferne, ein Imigrationsvisum für Kanada war recht schnell erledigt und so sass ich bald zusammen mit einem Kollegen aus der selben Lehrklasse im Flugzeug nach Montreal Quebec. Da wir beide ja Schul-Französisch und Englisch hatten sollte das kein Problem sein, dachten wir wenigstens. In Quebec wird ja eigentlich Französisch gesprochen aber leider hatte das mit unseren Sprachkenntnissen nicht die geringste Ähnlichkeit. Also gab es eigentlich nur einen Ausweg, weiter nach Toronto/Ontario, wo ja bekanntlich Englisch gesprochen wird. Da wir ein Empfehlungs-Schreiben von NCR in der Schweiz und ich noch eine entfernte Tante in Toronto hatte war das sowieso die Lösung. Mit dem Empfehlungsschreiben in der Hand gingen wir bei NCR vorbei, der damalige Direktor ein Schweizer und Studienkollege des Vaters meines Freundes empfing uns auch sehr freundlich, lud uns zum Essen ein aber Job hatte er keinen für uns, die lieben Englisch-Kenntnisse waren eben auch nicht ausreichend. Er versprach uns aber einen JOB, sobald wir uns besser mit den Kunden verständigen könnten. (Als wir dann 6 oder 7 Monate später antrabten war er in Pension gegangen und man sagte uns sie hätten die letzten 6 Monate nur einen Gärtner eingestellt). 


Aber ich will nicht vorgreifen. Wir machten uns also auf Jobsuche. Wir wurden auch bald fündig, eine Firma die Gyros (Kreiselkompasse) für die Amerikanische Rüstung herstellte suchte Europäsche Fachkräfte. Wir stellten uns da vor, sie zeigten uns auch die Elektro-Labors und Testräume alles sehr schön und wir konnten am folgenden Montag anfangen. Als wir da nach fast 2 Stunden Fahrzeit mit dem Bus, der U-Bahn und noch 2 mal Umsteigen auf andere Busse ankamen waren wir dann doch überrascht als wir den neuen Arbeitsplatz zugewiesen kamen. Mein Kumpel an einer Revolver-Drehbank, ich an einer programmierbaren-Fräsmaschine. Als wir protestierten antwortete der deutsche Betriebsleiter er kenne unsere Ausbildungs-Methoden in der Schweiz ganz genau und daher könne er uns sehr gut an diesen Maschinen einsetzen, für die Test-Labors hätten sie genügend andere Leute. Also so sah das aus, 3.5 Stunden Fahrzeit jeden Tag hin und zurück und dann so ein “Traumjob”. Alles reklamieren half nichts, wir mussten erst mal da durch. Als wir uns an die Arbeit machten gab’s sehr schnell Knatsch mit den kanadischen Arbeits-Kollegen, da die uns sehr genau beobachteten. Die stellten fest, dass wir mit unseren verbesserten Methoden schnell viel mehr Teile herstellten als sie war die Freundschaft dahin. Da wir sogar Drohungen erhielten, gab’s nur eine Lösung, eine Stunde arbeiten, 30 Minuten Pause (Krimi lesen auf der Toilette) ect.. nur damit der Frieden im Haus blieb. In der Zwischenzeit haben wir von Deutschen erfahren, dass es eine Möglichkeit für “Newcanadiens” wie wir ja hiessen gebe, von der wir sicher profitieren könnten. Diese Möglichkeit hiess ganz einfach zur Schule gehen auf Staatskosten. 


Wir meldeten uns beim Adult-Education-Center und bekamen bald Bescheid, wir sollten die Tagesschule besuchen, 5 Tage Woche 9 - 5 bei regelmässigem Schulbesuch gab es $ 35.00 die Woche. Da wir ja bei meiner Tante recht günstig wohnen konnten, war das OK. Als wir unseren Superjob kündigten sagte uns der Betriebsleiter, dass wir wohl verrückt seien, kein vernünftiger Mensch würde seine Job auf den Winter hin kündigen, da es doch sonst schon viele Arbeitslose gebe. Wir sagten auch nicht, dass wir zur Schule gingen. Am letzten Tag nahm er mich Beiseite und sagten mir “und jetzt zeigst Du mir wie Du die Maschine eingerichtet hast, dass Du solche Stückzahlen machen konntest obwohl Du doch den halben Tag auf dem Klo verbracht hast. “ Ich habe dann nur geantwortet er hätte wohl besser selber mal an den Maschinen stehen sollen, da er sich ja so gut auskenne über die Schweizer Ausbildungs-Methoden. Obwohl er recht verärgert war über diese Antwort, meinte er ich könne ja wiederkommen wenn ich sonst nichts finde.

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Meine Abenteuer


Herzlich Willkommen auf meinem Blog. Hier findest Du die verschiedensten Abenteuer meines Lebens. Reisen war mir sicher schon in die Wiege gelegt, mein Grossvater und auch mein Vater hatten schon eine ausgeprägte Reiselust.


Die einzelnen Lebensabschnitte findest Duauf der linken Seite in der der Spalte Seiten

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